Mittwoch, 13. Februar 2013

Mad Max

Mad Max



Australien, 1979
Genre: Action
Regisseur: George Miller
Darsteller: Mel Gibson, Joanne Samuel

Australien in naher Zukunft: Es herrscht ein großer Kampf zwischen Hütern des Gesetzes und Gangsterbanden. Max ist ein Polizist, der nach dem Tod eines guten Arbeitskollegen das Handtuch schmeißen will. Sein Chef Fifi Macaffee versucht ihn zwar zum Bleiben zu überreden, doch Max lehnt dies ab und verlässt stattdessen mit Frau und Kind die Stadt. Wie es der Zufall so will, trifft die Familie auf jene Bande, die Max' Polizeikollegen getötet hat.

Eine Zeit, in welcher die Zerstörung über allem steht

Kommentar: Es ist nicht so sehr das Endzeit-Ambiente als mehr der untröstliche Held der Geschichte, wenn es um eine Antwort auf die Frage geht, was dem Film eine besondere Qualität verleiht. Ganz sicher ist die unsichere Ahnung des Zuschauers über die nahe Zukunft, in der der Film spielt, kein kleiner Grund dafür, dass es einen Sog gibt, der Freunde endzeitlicher Fantasien regelrecht in das von Anarchisten regierte australische Hinterland hineinzieht. Die Bilder, auf denen man wunderbare Aufnahmen von Landstraßen-Rasereien unter klarem Himmel sieht, saugen die Wildheit der handelnden Personen, die es auf Zerstörung abgesehen haben, auf, und übergeben sie an uns weiter. Die Atmosphäre der Zerstörung wird später jedoch von etwas weitaus Wichtigerem überschattet. Nachdem die Ärger provozierende Motorradbande auch in Max' Privatsphäre angreift und einen unwiderruflichen, eindeutig unentschuldbaren Zustand hinterlässt, reiht sich die Atmosphäre der Zerstörung in die zweite Reihe ein, an deren Stelle die Notwendigkeit und positive Beurteilung des gesetzlosen Kaputtmachens tritt. Max muss, um seine Familie zu rächen, mit brutaler Gewalt zurückschlagen. Eine Ahnung schien er von seinem Schicksal gehabt zu haben, denn als er bei der Polizei kündigte, gab er seinem Chef in einem Nebensatz zu verstehen, dass die Verfolgung der Banden keinen Sinn mehr mache und er kein Problem damit hätte, auf der bösen Seite zu stehen. Über die Selbstjustiz der Hauptfigur kann man sich streiten, jedoch auch die angespannte und unkontrollierte Situation begreifen, in welcher das Verlangen nach zivilisiertem Umgang erst wieder Fuß fassen muss.

6/10

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